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Okt 4, 2017

Wehen, Waffeln, Wunder!

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written by HannahZueckler
in category Allgemein

Wo wir schon bei dem Thema „Geburten“ sind, möchte ich meinen ersten Blogeintrag drei ganz besonderen Menschen widmen. Da geht es nämlich auch um eine Geburt. Aber um eine Echte. Ich durfte bei der Geburt der Tochter meiner besten Freundin und ihrem Verlobten dabei sein. Ich glaube, das war wohl einer der emotionalsten, aufregendsten und verrücktesten Tage in meinem Leben – so nah eine Geburt mitzuerleben.

Ich kenne Svenni seit dem wir beide fünf sind. Also mittlerweile seit 25 Jahren. Obwohl ich oft im Ausland war, haben wir uns nie aus den Augen verloren. Wir haben immer ein offenes Ohr für den anderen, geben uns Tipps und in miesen Zeiten halten wir zusammen. Die Hebamme hatte uns gefragt, was das Verrückteste sei, was wir zusammen erlebt haben. Wir mussten im Kreissaal lachen, denn das war wohl das Verrückteste.

Mich haben danach viele gefragt, ob ich jetzt überhaupt noch Kinder bekommen möchte. Für mich war es wunderschön dabei gewesen zu sein. Natürlich hatte Svenni fiese Schmerzen, aber sie waren danach fast wie weggeblasen. So eine Geburt ist kein Zuckerschlecken, aber am Ende überwiegen die Zuckermomente. Der Moment als Svenni und Gregor ihre kleine Lea in den Armen halten durften war unbeschreiblich.

Vor der Geburt hatte sie mindestens zwei ganze Tage mit Wehen zu kämpfen. Die Kleine wollte einfach noch nicht raus und schon mal zeigen wer die Hosen an hat. Ich habe versucht, Gregor in den beiden Tagen ein wenig  abzulösen und Svenni so gut es ging abzulenken. Wir haben tatsächlich viel gelacht. Svenni in der Badewanne, ich ihren Bauch streichelnd und Gregor uns belegte Toasts bringend. Svenni war für mich die süßeste werdende Mutter überhaupt. Trotz Schmerzen war sie lustig drauf. Keine Ahnung, wie sie das gemacht hat.

Ich hatte auf jeden Fall bei jeder Wehe mitgelitten, als ob ich selbst welche hätte. Dem ctg-Geräusch zu lauschen (oh man Gregor, ein Wunder, dass sich das Geräusch nicht bei dir manifestiert hat), war auch spannend. Wie wir da saßen und versucht haben die Linien zu lesen und gehofft haben, dass sich doch bitte endlich was tut. Zur Stärkung gab es dann noch Waffeln mit Sahne und heißen Kirschen und dann sollte Lea tatsächlich bald kommen.

Und plötzlich war sie da, das kleine Wunder! …und ab diesem Moment Teil von Svennis und Gregors Leben. Ich war unglaublich glücklich, dass es den beiden Ladies gut ging. Einen besseren Man als Gregor könnte man sich im Kreissaal übrigens nicht vorstellen. Wie süß er war und ein Ruhepol. Danke ihr zwei Lieben, dass ich Teil von solch einem ergreifenden Moment sein durfte. Und für euer Vertrauen. Denn meine Kamera war natürlich auch mit an Bord. Aber nur als blinder Passagier. Ich habe für die beiden ein paar Momente festhalten dürfen. Und zwei drei möchte ich natürlich auch gerne mit euch teilen.

 

 

 

Comments (1)

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    Gregor
    Okt 3, 2017

    Hallo liebe Hannah, danke für deine Anteilnahme, deine Unterstützung und natürlich die tollen Fotos von der Zeit vor, während und nach der Geburt. Bei den von dir so schön formulierten Erinnerungen an diese Zeit sind meine Augen gleich etwas feucht geworden. Liebe Grüße von den Protagonisten deiner Geschichte.

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